
Öffnungszeiten des Museums:
Samstags 14.00-18.00 Uhr
Sonn- und
Feiertags 11.00-18.00 Uhr
Schulklassen, Wandergruppen o.ä. nach telefonischer Vereinbarung auch unter der Woche.
Als "öffentliche Uhr", oder "soziale Uhr", oder auch "Uhren aus dem öffentlichen Raum" bezeichnen wir solche Uhren, welche die Menschen in der Gemeinschaft verbinden. Es sind diese Turmuhren, Uhren an Gebäuden wie Schlössern, Rathäusern, Schulen, Fabriken, Post, Bahnhöfen, öffentlichen Plätzen u.ä.; des weiteren Uhren aus Industrie und Handwerk, Transport und Verkehr, Forschung und Wissenschaft, Sport und Freizeit usw.
Dies wurde bis heute noch in keinem Museum der Welt thematisiert.

Von großer Bedeutung für Europa ist die Geschichte der Zeitmessung in der Hinsicht, dass die gesammte Uhrmacherei und damit mechanische Zeitmessung über Räderwerke überhaupt aus den ersten öffentlichen Uhren entstanden ist.
Die ersten Räderuhren waren riesige geschmiedete Werke um 1350, wie die in der Kathedrale von Exeter (Südengland), Rostock, Mailand und z.B. Stadtbefestigung von Paris. Aus diesen mitunter sehr großen "Ungetümen" hat sich aus dem Herzen Europas die Uhrmacherei erst über Europa, dann über die ganze Welt entwickelt. Es ist somit gut zu wissen, dass die später gebauten Hausuhren und dann noch später die "Sackuhren" ("Nürnberger Ei" von Hähnlein) alle aus diesen ersten und öffentlichen Uhren entwickelt wurden.
Um so mehr für uns eine Herausforderung, dieses Thema in einem Museum zu realisieren, die Welt zu uns einzuladen, in anderen Ländern ähnliche Projekte zu starten und durch unsere Wanderausstellung zu verknüpfen.


Diese architektonisch und handwerklich ungewöhnlich schön gestaltete Kirchturmuhr ist gebaut und signiert 1832 von dem bekannten Speyerer Turmuhrenbauer Porth.
Von diesem stammt auch die Turmuhr im Speyerer Dom.

Eine der wenigen noch original erhaltenen Uhren mit Waaghemmung.
Von diesen Uhren sind nur noch sieben Exemplare in Museen und Sammlungen in Europa bekannt.
Und unsere ist wohl eine der Schönsten.